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26.10

1816-2016 : Ein Streifzug durch die Zeit
(c) Museum im Einlegerhaus Obertrum

1816-2016 : Ein Streifzug durch die Zeit

Von der Sonntagsschule zur neuen Mittelschule

Das Schulwesen in der Landgemeinde Obertrum war über lange Zeit nur von einem Schultyp, der Grund- oder Volksschule geprägt. Als erstes gab es die Sonntagsschule.

Das Schulhaus stand unmittelbar neben der Pfarrkirche an der Friedhofsmauer und wurde als Unterrichtsstätte an Sonntagsvormittagen genützt, aber auch als Lehrer- und Mesnerwohnung. Ein schadhafter Kamin dürfte vermutlich die Ursache für den Großbrand in Obertrum am 21. Mai 1917 gewesen sein, bei dem 22 Objekte innerhalb kürzester Zeit dem Feuer zum Opfer fielen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde in der Gemeinde ein großes Schulhaus errichtet und zwar von damals in der Region tätigen Maurern aus Friaul-Venezien, die beim Bau der Westbahn beschäftigt waren. Das Schulhaus mit drei Klassenzimmern und einer Lehrerwohnung wurde mehr als hundert Jahre von Schülern der umliegenden Dörfer besucht. Die Schulkinder vom oberen Haunsberg mussten entweder nach Anthering oder nach Nußdorf am Haunsberg zur Schule.

Die große Kinderzahl am Haunsberg rechtfertigte schon bald den Bau einer eigenen Volksschule am Haunsberg. Nach zähen Verhandlungen mit der Schulbehörde wurde ein neuer Schultyp, eine Versuchsschule mit ganzjährigem Betrieb und landwirtschaftlichem Gartenbau errichtet. Diese Einrichtung war in der Zwischenkriegszeit so sensationell, dass viele ausländische und inländische Pädagogen diesen neuen Weg kennenlernen wollten. Erst durch den enormen Zuzug in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts und der Verdoppelung der Bevölkerungszahl änderte sich alles. Ein Neubau der Volksschule im Dorfzentrum in den späten 60er Jahren wurde unumgänglich. Die liebevoll genannte „Hochschule am Haunsberg“ wurde geschlossen, die Kinder mussten zentral in die neue Volksschule nach Obertrum gehen. Das Schulhaus am Berg wurde verkauft und das alte Gebäude im Dorf wurde als Kindergarten und als Gemeindeamt genutzt.

Für Obertrum brach 1970 ein neues Schulzeitalter an. Die neu errichtete Hauptschule hatte ursprünglich 8 Klassenzimmer und einen Turnsaal. Die Neue Mittelschule mit Schwerpunkt Naturwissenschaft und Umwelt wurde 2014 gegründet und gilt als Unterstufe zum Gymnasium.

Sommerfrische

Die Gemeinde Obertrum, die erst ab den 70er Jahren den Beinamen „am See“ zugesprochen erhielt, war und ist kein großer Ort für sogenannte „Sommerfrischler“. Trotzdem soll in einer kleinen Schau die Entwicklung des Fremdenverkehrs gezeigt werden.

 

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