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30.10

1816 - Das Jahr ohne Sommer
Organisatoren und Sponsoren präsentieren zur Landesausstellung 2016 mit der Sonderschau „1816 - Jahr ohne Sommer“ eine Reise durch die legendären Getreideschätze des Forschers Dr. Erwin Mayr Foto: Franz Neumayr

1816 - Das Jahr ohne Sommer

Sonderschau in der Hundsmarktmühle

Am 10. April 1815 bricht auf der Insel Sumbawa der Vulkan Tambora aus. Er wird zum Auslöser einer weltweiten Klimakatastrophe und führt zur letzten großen Hungersnot in Mitteleuropa. 1816 geht neben der Zuteilung Salzburgs an Österreich auch als das berühmte „Jahr ohne Sommer“ in die Landesgeschichte ein.

Das schlimme Hungerjahr bewirkte in Salzburg Armut, Elend und Resignation, was bereits 1816 auch den Hilfspfarrer Joseph Mohr in Mariapfarr bewog, mit dem Liedtext „Stille Nacht, heilige Nacht“ den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben. Der museale Beitrag zur Landesaustellung 2016 des Museums „Hundsmarktmühle“ und SBW Thalgaus führt in einer bisher noch nie gezeigten Themenaufarbeitung in die Arbeits- und Lebenswelt der Bauernschaft von einst. 

Die Bilder-und Exponatenreise aus dem wissenschaftlichen Nachlass des Salzburger Getreideforschers Dr. Erwin Mayr zeigt das „Verlorene Bauerngold“ der alten Getreidesorten und Gehöft-, Scheunen- und Stadlformen knapp nach der Jahrhundertwende. Einblicke in die völlig vergessene Mythenwelt, Brauchtum und Vielfältigkeit der Gerätschaften ergänzen die umfangreichen Facetten dieser Schau.

Eine weitere Inhaltsergänzung bieten die Darstellungen fast ausgestorbener Handwerke, die unzertrennlich mit der früheren Bauernarbeit verbunden waren wie Radmacher, Drechsler oder Fassbinder. Einen zusätzlichen Schwerpunkt bilden die Vielfalt der bäuerlichen Streuobstbäume und ihre Verwendung in der ländlichen Nahrungspalette als Most, Saft oder Schnaps.

 

Die Sonderausstellungen sind jeden Sonntag von 22. April bis 30. Oktober 2016 von 14 - 17 Uhr im Museum „Die Hundsmarktmühle“ geöffnet.

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