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April

Abseits der Festspiele & Untersberg

Salzburg Schwerpunkt

Abseits der Festpiele - Salzburg und die Kunst um 10:25 Uhr

Die Festspiele sind Fluch und Segen der Mozartstadt. Für 8 Wochen im Sommer ist sie künstlerischer Nabel der Welt. Danach versinkt sie - scheinbar - in Winterschlaf. Wie lebt es sich als Künstler hier, in der festspiellosen Zeit? Der Film von Peter Beringer fragt nach: beim Galeristen Thaddäus Ropac, dem Karikaturisten Thomas Wizany, der jungen Malerin Martina Stock, Weltklassegeiger Benjamin Schmid, Jazzerin Sabina Hank und Breakdancer Alex Wengler, Kulturmanager Markus Hinterhäuser und vielen mehr.

Am Ende zeigt sich: die Stadt ist künstlerisch vital und lebensfähig, bietet Aufregung und Lebensqualität, und viel mehr Charme, als man beim Betrachten von Postkarten und Festspielkatalogen erahnen kann.

Eine Dokumentation von Peter Beringer

 

Untersberg - Sagenreiche Natur um 15:45 Uhr

(WH am 24.4. um 18:45 Uhr (SALZBURG - Ein Thementag in 3sat)

Der Untersberg gilt als der sagenreichste Berg der Alpen - reich an Mythen und Höhlen. Ein riesiger Gebirgsstock zwischen Salzburg und Bayern. Der Hausberg für Tausende Städter. Von den Bewohnern der Region auch Wunderberg genannt. Die unverwechselbaren Menschen der wunderschönen Landschaft erzählen ihre Geschichten und gewähren Einblick in ein vom Berg geprägtes Leben. Ein Leben in der von Almen und Tourismus dominierten Region. Unaufgeregte und bescheidene Menschen, die gelernt haben in und mit der Natur zu leben: Sennerinnen und Höhlenforscher, Skitourengeher und Kletterer.

Länger als ein Jahr waren Thomas Rilk und Bernd Seidel für die "Universum"-Doku "Untersberg - Sagenreiche Natur" am schwer begehbaren Massiv des Untersbergs unterwegs. Denn erst im Wechsel der Jahreszeiten wird die vielfältige Bedeutung des Berges für die Lebensgrundlage der hier angesiedelten Menschen klar, wovon sich die Zuschauerinnen und Zuschauer überzeugen können. Immer mehr Menschen suchen im Gebirge neue Herausforderungen und den besonderen Nervenkitzel. 500.000 Menschen im Jahr besuchen den Untersberg.

Argwöhnisch werden die menschlichen Eindringlinge von den größten Vögeln Mitteleuropas betrachtet: den vom Aussterben bedrohten Gänsegeiern. Die riesigen Greifvögel wurden vor einigen Jahren von Zoologen des nahe gelegenen Hellbrunner Tiergartens am Untersberg wieder angesiedelt und nisten nun in den steilen Felswänden. "Universum" begleitete den erfahrenen Gänsegeier-Experten Ralf Bögel auf seinem Weg über die Almböden bei der Arbeit. Durch moderne Technik ist es ihm möglich, die Flugbewegungen der großen Greifvögel zu verfolgen. Die Geier werden mit Sendern ausgestattet. Mittels GPS werden die Positionen der Vögel bestimmt und an die Wissenschafter weitergegeben.

Als unerschöpflicher Wasserspeicher wird das Quellwasser des Gebirges für die Stadt Salzburg genutzt. Mit seinen eiszeitlich geformten Felswänden und Abgründen ist der Untersberg einer der beliebtesten Kletterberge der Region; der Untersberger Marmor wird hier schon seit der Römerzeit abgebaut; die über Jahrtausende betriebene Almwirtschaft hat an den Rändern des undurchdringlichen Plateaus eine idyllische Kulturlandschaft hinterlassen und bietet auch heute noch Lebensgrundlage für zahlreichen Bauern.

Der Salzburger Geologe Georg Zagler nimmt das "Universum"-Team mit auf seine gefährlichen Reisen in die Tiefen des Untersbergs. Eine Woche und länger ist er im Berg, wenn er das Dunkel der sagenumwobenen Unterwelt erforscht. Im Untersberg gibt es insgesamt mehr als 400 Höhlen. Der Großteil davon wurde noch nie betreten. Die Höhlen der Nördlichen Kalkalpen sind Ergebnis der hohen Wasserdurchlässigkeit dieses Gesteins. Schneeschmelze und Gewitter sorgen für enormen Nachschub an Wassermassen und die Aushöhlung des Berges.

Eine Dokumentation von Thomas Rilk und Bernd Seidel

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