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April

Mehr Salzburg

Salzburg Schwerpunkt

Mein Salzburg um 5:55 Uhr

Regisseur Chico Klein zeigt die weltbekannte Mozartstadt aus dem Blickwinkel der privaten Erinnerungen von vier prominenten Salzburgern. Die ehemalige Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten Frau Benita Ferrero-Waldner, der Architekt Wilhelm Holzbauer, der Kammerschauspieler Branko Samarovski und der Regisseur Reinhard Schwabenitzky führen durch das Salzburg ihrer Kindheit und Jugend. Benita Waldner, deren Vater in Oberndorf als Dentist tätig war, fuhr täglich einen weiten Weg, um die höhere Schule besuchen zu können. Reinhard Schwabenitzky kam mit seiner Grossmutter zum "Itzlinger Hof", und durfte gelegentlich als technischer Assistent bei den Festspielen arbeiten, und Branko Samarovski, der aus Jugoslawien in ein Auffanglager nach Mondsee kam und seine frühe Kindheit dort verbrachte, begann in Salzburg mit einer Schlosserlehre seine Berufslaufbahn. Ihm gelang es, von der Elisabethbühne engagiert zu werden. Wilhelm Holzbauer träumte von einer Karriere als Architekt, seitdem ihn die Festspielstiege von Clemens Holzmeister zutiefst beeindruckt hatte.

Die außergewöhnlichen, sehr amüsanten Erzählungen drehen sich um das Leben in einer Stadt, deren Schönheit und Ruhm offenbar ein Ansporn für diese jungen Menschen war – aber auch darum, dass die Verwirklichung ihrer persönlichen Ziele alles andere als selbstverständlich war. Mit Branko Samarovski, Wilhelm Holzbauer, Benita Ferrero-Waldner und Reinhard Schwabenitzky

Eine Dokumentation von Chico Klein

 

Salzburg - Das Reich des halben Papstes um 9:35 Uhr

Aus der ORF-Reihe "Erlebnis Österreich"

Salzburg war einst die zweitgrößte Erzdiözese der Welt nach dem Kirchenstaat. Noch beim ersten Vatikanischen Konzil 1869 begrüßte Papst Pius IX. den Salzburger Erzbischof Maximilian von Tarnoczy mit den geflügelten Worten "seht da kommt der halbe Papst, der selbst Bischöfe machen kann". Bis ins frühe 19. Jahrhundert waren dem Erzbistum die Suffraganbistümer Regensburg, Freising, Passau und Brixen sowie vier Eigenbistümer unterstellt: Gurk, Chiemsee, Seckau und Lavant. Dort konnten die Erzbischöfe ohne Zustimmung von Papst und Kaiser geistliche und weltliche Hoheit walten lassen, was zum Titel "halber Papst" führte. Dieses Recht ging endgültig erst mit dem Konkordat 1934 verloren.

Größer als das Salzburg in den heutigen Grenzen war auch das Territorium des Fürsterzbistums mit dem Rupertiwinkel im heutigen Bayern, Teilen Tirols und Kärntens, dazu Grundbesitz in Bayern, der Steiermark sowie in Slowenien (Lichtenwald, Reichenburg, Reichenstein, Rann). In Niederösterreich gehörten Weingüter in Arnsdorf, Wölbling und Traismauer zum Besitz der Salzburger Erzbischöfe. Die größte Ausdehnung hatte Salzburg unter Erzbischof Pilgrim II. (1365-96). Damals waren die Salzburger Erzbischöfe auch befugt, in dringenden Fällen anstelle des Papstes Entscheidungen zu treffen, den Kirchenbann zu verhängen oder auch den Bann zu lösen, was in einem Fall historisch bedeutend war: Erzbischof Adalbert II. löste den vom Papst über den Babenberger-Herzog Leopold V. von Österreich verhängten Kirchenbann, kurz bevor dieser nach einem Sturz vom Pferd starb. Der Bann war verhängt worden, weil der Herzog den englischen König Richard Löwenherz auf dem Heimweg vom Kreuzzug gefangen genommen und ein enormes Lösegeld verlangt hatte.

Eine Dokumentation von Hans Kutil

 

Hellbrunn - Lustschloss, Wasserspiele, Wundergarten um 10:10 Uhr

Aus der ORF-Reihe "Unterwegs in Österreich"

Hellbrunn zieht jährlich etwa 280.000 Besucher aus aller Welt an. Die einmalige Attraktion aus historischem Lustschloss, Wasserspielen und Parkanlage ist nach wie vor verlockend. Vor 400 Jahren hat sich der Salzburger Fürsterzbischof Markus Sittikus nach italienischem Vorbild diesen großen "Zauberkasten" als Platz der Zerstreuung erbauen lassen, als Villa Suburbana vor den Toren der Stadt.

Manfred Baumann geht in diesem Film der vielfältigen Faszination von Hellbrunn nach, als Ort der Geschichten und Überraschungen: von Schloss und Wasserspielen mit Fürstentisch und Grotten, über den Park mit Fischweihern und Götterstatuen bis zum einmaligen Steintheater am Hellbrunner Berg. Der Film selbst wartet auch mit zusätzlichen Überraschungen auf. Dafür sorgen schon ein ebenso kundiger wie rätselhafter "Haushofmeister" und plötzlich auftauchende Musiker, die Brücken schlagen zwischen dem Gestern und dem Heute.

Eine Dokumentation von Manfred Baumann

 

Barocke Macht, Barocke Pracht - Das neue Salzburger Domquartier um 10:35 Uhr

Mit dem Domquartier, das am 17. Mai 2014 eröffnet wurde, hat die Barockstadt Salzburg eine neue kulturtouristische Attraktion gewonnen, mit der sie in die europäische Museumsliga aufsteigen will. Der Rundgang war 200 Jahre lang verschlossen, nun ist er erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. 116 Türen wurden geöffnet, fünf Museen haben sich zu einer gemeinsamen Inszenierung zusammengeschlossen.

Erstmals sind in den neuen Museumsräumen im Wallistrakt die kostbaren Kunstschätze der Erzabtei St. Peter zu sehen. Der 1,3 Kilometer lange Rundgang führt bis zur Franziskanerkirche, auf einer Fläche von 15.000 Quadratmetern werden insgesamt rund 2.000 Kunstwerke präsentiert. Durch neu geschaffene Übergänge und die Öffnung von bisher nicht zugänglichen Räumen gibt es neue Einblicke in die barocke Macht und Pracht der Erzbischöfe und ungewohnte Ausblicke auf die Gebäude und Plätze der Salzburger Altstadt.

Ein Film von Renate Lachinger aus dem Landesstudio Salzburg

 

Die Salzburger Altstadt um 15:45 Uhr

Die Salzburger Altstadt hat für Österreich Wahrzeichen-Charakter wie das Riesenrad oder der Stephansdom. Millionen Touristen strömen jedes Jahr nach Salzburg, um das Mozarthaus, den Dom und viele andere Sehenswürdigkeiten dieser Metropole zu sehen. Anlässlich von "200 Jahre Salzburg bei Österreich" portraitieren Kurt Mayer und Judith Doppler die Salzburger Altstadt. ORF-Moderator Roman Palfrader schlüpft in dieser Neuproduktion in die Rolle des Kutschers, der im Stil eines Salzburger Originals die wichtigsten Stationen seiner Tour präsentiert.

Mit Rober Palfrader als Kutscher. Eine Dokumentation von Kurt Mayer und Judith Doppler

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