09

Juli

Der Mörder und sein Henker
Hans Haslacher (TVB), Franz Pospischil (Raiffeisen Marketing), Markus Reiter (Kulturausschuss) und Bürgermeister Martin Greisberger. Foto Franz Neumayr

Der Mörder und sein Henker

Erinnerung an ein bedeutendes Ereignis der Salzburger Rechtsgeschichte

Die Historientafel-Enthüllung „Der Mörder und sein Henker“ mit einer dramaturgischen Inszenierung am Originalschauplatz „Tischlerfeld“ wird an ein bedeutendes Ereignis der österreichisch-bayrischen Rechtsprechung erinnern - die letzte Hinrichtung nach dem alten Habsburg-Strafrecht in Thalgau.

Am 7. April 1812 ermordete der aus Augsburg stammende Schreiner Sebastian Müller in Thalgau die Krämerin Anna Willmoser. Vom Gericht am 30. März 1812 zum Tode verurteilt, wurde jedoch die Strafe des Stranges umgewandelt in „…dass er durch das Schwert vom Leben zum Tode hingerichtet werden solle“. Am 9. Juli 1812 erfolgte an der später als „Tischlerfeld“ bezeichneten Richtstätte bei der „Herrenhub“ die Enthauptung durch den legendären Salzburger Scharfrichter Joseph Wohlmuth. Diese Hinrichtung in Thalgau war die letzte nach „altem Recht“, am 1. Oktober 1813 ist das bisherig angewandte österreichische Strafgesetzbuch vom bayerischen, verfasst von Anselm von Feuerbach, abgelöst worden, das wesentlich liberaler gewesen ist.

Die Tafel-Enthüllung sowie die dramaturgische Inszenierung der Urteilsverkündung dokumentieren erstmalig dieses Ereignis und bilden den Abschluss der 25. Thalgauer Jubiläums-Bildungswoche.

Das komplette Veranstaltungsprogramm können Sie hier herunterladen:

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