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Nov.

Die höchsten Salzburger
(c) Grohag

Die höchsten Salzburger

200 Jahre Salzburger Alpinismusgeschichte

Bis herauf in die Neuzeit galten Gebirge als Sitz von Ungeheuren, Geistern, verwunschenen Seelen und Hexen. Diesen unheimlichen Gestalten schrieb man lange Zeit zu, mit Hochwässern, Muren und Lawinen die christliche Welt zu schädigen. Erst die Aufklärung und der Vorstoß in die Hochgebirgswelt „räumten“ langsam mit diesen Mythen auf.

Fast zeitgleich mit dem Anschluss Salzburgs an Österreich begann auch die Geschichte des Salzburger Alpinismus, eingeleitet von Wissenschaftern und Städtern und schließlich von alpinen Vereinen in touristische Bahnen gelenkt. Bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts glückte die Erstbesteigung der prominentesten Dreitausender in den Hohen Tauern: Großvenediger, Wiesbachhorn, Ankogel, Kitzsteinhorn, Hoher Tenn, Sonnblick uam. Diese Pioniertaten stellten mangels entsprechender Ausrüstung, Landkarten, Wege und Markierungen höchste Anforderungen und bargen erhebliche Risiken, die Ausstellung verdeutlicht das.

Das Große Wiesbachhorn ist mit 3.564 m Seehöhe der höchste Salzburger, dessen gesamtes Massiv auf Salzburger Boden steht. (Man kann ihn umrunden, ohne das Land zu verlassen). Dieser Salzburger ist zudem mit seiner gut 2.400 m hohen Waldflucht der relativ höchste Berg der Ostalpen. Der Blick auf die Bergriesen beeindruckt seine Betrachter durch ihre Größe und Schönheit als klassisches „Salzburger Bergpanorama“ an der Großglockner Hochalpenstraße. Die Besucher sollen diese Berge näher kennen lernen. Salzburgs höchster Punkt ist allerdings der Gipfel des Großvenedigers (3.657 m), über den die Grenze zu Osttirol verläuft.

 

Teil 1 der Ausstellung im Haus Piffkar

Bei KM 19,3 erreicht die Großglockner Hochalpenstraße das Piffkar, den ersten größeren Haltepunkt bei der Auffahrt von der Salzburger Seite. Der Ausstellungsbereich im 1. Obergeschoss des Hauses Piffkar dokumentiert die Entwicklung des Salzburger Alpinismus in zwei Jahrhunderten mit Teiltafeln, Routen, Ausrüstung, Erstbesteiger uam. Die beginnende Erschließung der heimischen Bergwelt schuf die Voraussetzung für die touristische Entwicklung der Bergregionen. Sie wäre auch ohne die modernen Transportmittel Eisenbahn und Auto nicht möglich gewesen.

In diesem Zusammenhang spielten auch die Bergführer eine wichtige Rolle, die in der Ausstellung gebührend dargestellt wird.

Letztendlich bot die „Pionierzeit“ im 19. Jahrhundert die Voraussetzung dafür, dass der Tourismus heute das wirtschaftliche Rückgrat der alpinen Regionen ist. Dass die Natur in den Salzburger Hochalpen ungestört Natur bleiben kann, garantiert der Nationalpark Hohe Tauern.

 

Teil 2: Freilandausstellung beim Wilfried-Haslauer-Haus

Der geeignetste Ort das Große Wiesbachhorn als relativ höchsten Österreicher zu präsentieren, liegt an der Großglockner Hochalpenstraße auf der Fläche westlich des Wilfried-Haslauer-Hauses mit der Alpinen Naturschau.

Ein gerader Weg führt direkt zu einem geteilten Monolithen, der den Blick auf das Wiesbachhorn bündelt. Bei der Wegführung durch 16 Gesteinsblöcke auf Sockeln werden wichtige Gesteine der Hohen Tauern knapp und allgemein verständlich vorgestellt.

Der Monolith selbst besteht aus einem ca. 3 m hohen Gesteinsblock, der senkrecht durch einen Sichtspalt von ca. 20 cm Breite geteilt ist. Die Fläche zum Besucher hin ist im rechten Winkel dazu geschnitten. Informationen mit Höhenvergleichen aus dem technischen, aber auch Naturbereich, sollen dem Besucher den enormen Höhenunterschied verdeutlichen angebracht.

Von dieser Stelle aus bietet sich ein unvergleichlicher Blick auf das „Salzburger Panorama“ an der Glocknerstraße, die Berge bekommen eine Identität. Dazu werden Visiereinrichtungen ausgerichtet zur Hohen Dock, zum Fuscherkarkopf und Kloben (eigens auch mit niedriger angebrachten Visieren für Kinder) errichtet. Ein physisches Panorama wird von einem geologischen Panorama ergänzt.

 

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