16.07

bis

26.10

Fokus: Mattsee

Ausstellung See.Bad.Dorf.Sommerfrische Mattsee

In der Marktgemeinde Mattsee steht 2016 das Erinnern im Mittelpunkt.

Wiege des Tourismus in Salzburg.

Es war vor allem die idyllische Lage, die Mattsee spätestens seit der Romantik zum Anziehungspunkt vieler Reisender, Sommerfrischler und Touristen machte. Nach der Eröffnung der Westbahn fuhr man in sieben Stunden vom Wiener Westbahnhof nach Seekirchen-Mattsee. Heinrich Wallmann, gebürtiger Mattseer und Stabsarzt in Wien, setzte alles daran, gemeinsam mit August Radnitzky, 50 Jahre lang Stiftsverwalter, Mattsee als Tourismusstandort aufzubauen.

Die Eröffnung des nach ihm benannten Bades 1869 brachte die Sommerfrische so richtig in Schwung. Die Sommerfrische Mattsee war beim großstädtischen Bürgertum sehr beliebt. Als sich dessen ursprünglich liberale Einstellung in eine deutsch-nationale Gesinnung wandelte, machte Mattsee diesen Wandel mit und deklarierte sich schon früh als „judenreine Sommerfrische“. Der Komponist Arnold Schönberg wurde im Sommer 1921 prominentestes Opfer antisemitischer Hetze. Nach und nach entwickelte sich Mattsee zur Sommerfrische und zum Aufenthaltsort von Würdenträgern des Ständestaats und „brauner Bonzen“ wie Arthur Seyss-Inquart, Oswald Menghin und Franz Hueber.

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