21.05

bis

30.10

Für Salzburg bewahrt
Privatbesitz - Nautiluspokal in Silber, vergoldet vom berühmten Salzburger Goldschmiedemeister Michael Feuchtmayr, Salzburg um 1610, H. 33,5 cm (Privatbesitz). Fotonachweis: PeterKuehnl.com

Für Salzburg bewahrt

Die Fassung bewahren - Malerwerkstätten im Mittelalter

In der Sonderausstellung „Für Salzburg bewahrt“ schildert das Bergbau- und Gotikmuseum Leogang die Vertiefung des Kunst- und Kulturbewusstseins der Salzburger Bevölkerung gegenüber seiner eigenen Erzeugnissen zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Nach den napoleonischen Wirren kam Salzburg im Jahre 1816 endgültig zu Österreich, verlor seine Machtstellung innerhalb Europas und in Folge wertvollste Kunst- und Kulturgüter. In dieser schwierigen Zeit rückte man näher zusammen, ein „Salzburg-Bewusstsein“ wurde geprägt. Daher entstand in der Bevölkerung der Wunsch, Kunstobjekte mit Salzburger Provenienz zusammenzutragen. Im Jahre 1834 wurde der Grundstein für das Salzburger Museum gelegt.

Beispielhaft für die Sammlertätigkeit der Salzburger gilt die private Sammlung des Carl von Frey (1826-1896). Seine Sammlung konnte zu großen Teilen vom Leoganger Bergbaumuseumsverein angekauft werden. 2016 werden zum ersten Mal alle Stücke gemeinsam gezeigt. Gereinigt und gefestigt spiegeln sie die Salzburger Schnitz- und Malermeisterkunst par excellence wider. Darunter befinden sich auch einige Tafelbilder von herausragender Qualität. Zur Themenvertiefung „Tafelmalerei“ wird eine maßstabgetreue mittelalterliche Malerwerkstätte unter dem Motto: „Was ist eine Fassung?“ die Geheimnisse der Handwerkskunst „Fassmalerei“ lüften.

Dieses Projekt in der Ausstellung konnte verwirklicht werden durch die wertvolle Zusammenarbeit mit dem berühmten Restaurator Hans Westhoff (ehem. Rest. Des Württembergischen Landesmuseum Stuttgart), der bereits für viele namhafte Museen der Welt tätig war, u.a. für das Metropolitan Museum in New York.

nach
oben