07

Okt.

Eröffnungsfeier für die Kapelle für Jedermann und Gedenken 200 Jahre Salzburg bei Österreich
und Joseph Mohr

1816 wurde Salzburg in das Habsburgerreich eingegliedert.

Damit wurde auch das Jagdgebiet der Region Fuschl – Faistenau – Hintersee dem Kaiserhaus zugeordnet. Reiten und Jagd war ein traditionelles adeliges Vergnügen, das besonders im Hause Habsburg seit Jahrhunderten die Freizeitgestaltung der Mitglieder der Dynastie bestimmte – prominente Beispiele sind Franz Joseph, Kronprinz Rudolf oder der Thronfolger Franz Ferdinand, in dessen Besitz sich das Jagdgebiet befand.

Die Entstehungsgeschichte des Liedes „Stille Nacht Heilige Nacht“ sowie die Lebensgeschichte seiner Schöpfer fällt in die Nachkriegszeit der Napoleonischen Kriege, in die Zeit der Neuordnung der europäischen Reiche durch den Wiener Kongress, der auch das Ende des geistlichen Fürstentums Salzburg besiegelte. 2018 wird das 200-Jahr-Jubiläum des Weihnachtsliedes „Stille Nacht“ gefeiert. Joseph Mohr, der Textautor des Liedes, wirkte knapp zehn Jahre als Pfarrer in Hintersee (1828 – 1837).

Joseph Mohr war nicht nur ein talentierter Liedautor sondern hat in den Jahren seines Wirkens in Hintersee viel für die bitterarme Bevölkerung des Dorfes getan und sich dabei auch mit seinem Dienstgeber, der Kirche, angelegt.

Mit der Fertigstellung und Eröffnung der Kapelle für Jedermann am Waldrand des „Fuchsstoa“ besteht nun in Hintersee ein Rahmen für kleinere Aufführungen, Trauungen bzw. für besondere kirchliche und spirituelle oder kulturelle Anlässe.

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