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April

Salzburg bist Du großer Töchter
(c) Luigi Caputo

Salzburg bist Du großer Töchter

"Im Gespräch" mit Michael Kerbler

20!6 ist ein hervorragender Anlass zehn Frauen in Salzburg zum Dialog zu bitten. Ob hier geboren, hier Erfolg erlebt, hier Spuren hinterlassen oder im kollektiven Gedächtnis Salzburgs eine Zäsur geschaffen: all diese Frauen sind mit Salzburg und Österreich verbunden.

Die Biographie, die Lebensphilosophie und die Kraftquellen, die den Veränderungswillen dieser Frauen gespeist haben, stehen im Mittelpunkt des Gesprächs.

Eine Reihe von Michael Kerbler, dem langjährigen ORF-Chefredakteur und Gestalter der Ö1-Sendereihe "Im Gespräch" und dem Salzburger Bildungswerk im Rahmen des Salzburger Jubiläumsjahres 2016. Im Rahmen dieser Reihe finden in allen Bezirken Veranstaltungen statt. 

Salzburgerin an der Spitze der Hochkultur

Wenn jemand in Salzburg anerkennend über „Die Präsidentin“ spricht, kann nur Dr. Helga Rabl-Stadler gemeint sein.  Seit mehr als 20 Jahren steht die Salzburgerin an der Spitze der Hochkultur. Mit Klugheit, Charme, Diplomatie und Durchsetzungskraft waltet sie in der Hofstallgasse über „Geld und Spiele“.

Im Gespräch mit Michael Kerbler resümiert Rabl-Stadler über die Herausforderungen ihres Lebens, über ihre Haltung zur Heimat und ihre Arbeit als „Außenministerin“ der Salzburger Festspiele. Sie erzählt auch, wie Haute Couture, Politik und Kunst ihr Leben geprägt haben und wie sie mit Macht, Kreativität und Erfolg umgeht. Sie hat kein „Talent zur Frustration und in diesem Karussell der Eitelkeiten festen Boden unter den Füßen“.

Neben Rechtswissenschaften studierte Rabl-Stadler Publizistik und Slawisitik. Als Tochter von Rosl Stadler, Inhaberin des Salzburger Modegeschäfts Resmann, und vom langjährigen ORF-Generalintendanten Gerd Bacher brachte die promovierte Juristin die nötige Portion Mut, eine optimistische Einstellung und die Bereitschaft, hart zu arbeiten mit. „Journalismus war mein Traumberuf“, sagt Rabl-Stadler. Drei Jahre lang schrieb sie für die Tageszeitung Kurier als erste weibliche Innenpolitikkolumnistin die Rubrik „Politik von innen.“

1978 übernahm sie das Familienunternehmen Resman. Politisches Geschick bewies die Mutter eines Sohnes als Präsidentin der Wirtschaftskammer Salzburg und als Bundesobmann-Stellvertreterin der ÖVP. Ihre gesamten politischen Funktionen legte Rabl-Stadler nieder, als sie 1995 zur Präsidentin der Salzburger Festspiele ernannt und somit eine der mächtigsten Kulturmanagerinnen der Welt wurde.

Die Reihe „Salzburgs große Töchter“ startet Michael Kerbler mit Helga Rabl-Stadler. Danach folgen Doraja Eberle, „Salzburgs Mutter Teresa“, und die ehemalige Skirennläuferin Petra Kronberger. Zu den weiteren Interviewpartnerinnen zählen unter anderen die Gerichtsmedizinerin Edith Tutsch-Bauer, Dirigentin Elisabeth Fuchs und Dkfm. Trude Kaindl-Hönig von den Salzburger Nachrichten.

 

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