09.11

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11.11

Volksmusikalische Zeitfenster in Salzburg 1816–2016

Schichten–Strömungen–Spannungsfelder

„Die Salzburger Volksmusik“ stellt mitnichten ein homogenes, lineares Gebilde dar, sondern setzte und setzt sich aus vielen unterschiedlichen Schichten zusammen. Schichten, die mitunter durch starke Strömungen weggeschwemmt oder überlagert werden können.

Spannungsfelder entstehen, die vom Prozess einer ständigen Entwicklung und Veränderung zeugen. Das Symposion will Raum und Gelegenheit bieten, durch verschiedene „Zeitfenster“ innerhalb der letzten 200 Jahre auf die dahinterliegenden Schichten und ihre Veränderungen zu blicken. Auch neue, bislang nicht oder bestenfalls spaltbreit geöffnete Fenster sollten dabei aufgestoßen werden, um die verschiedenen Facetten, Stilausprägungen und Schwerpunkte der regionalen Musikkultur im Lauf ihrer Geschichte genauer betrachten zu können.

Hedwig Kainberger (Ressortleiterin Kultur „Salzburger Nachrichten“) wird in ihrer Eröffnungsrede allgemeine Gedanken zu wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Aspekten des Themas unter Betrachtung der 200-jährigen Zugehörigkeit Salzburgs zu Österreich formulieren.

Davon ausgehend blicken wir gemeinsam durch ausgewählte musikalische Zeitfenster.

Beiträge von Walter Deutsch, Ulrich Morgenstern (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien), Eva Maria Hois (Steir. Volksliedwerk), Rudi Pietsch (Univ. f. Musik u. darst. Kunst Wien), Silvan Wagner (Universität Bayreuth), Simon Wascher (Wien), Michael Vereno (Salzburg), Thomas Hochradner (Universität Mozarteum), Ernst Schusser (Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern), Josef Radauer (Salzburg), Irene Holzer (Universität Basel), Ernst Huber (Broadlahn), Harald Dengg (Salzburger VolksLiedWerk) und Evelyn Fink-Mennel (Vorarlberger Landeskonservatorium) beleuchten für uns die Schichten, Strömungen und Spannungsfelder einer beeindruckenden (volks-)musikalischen Entwicklung.

Der Schriftsteller Bodo Hell wird das gesamte Symposion als „Wahrnehmer“ begleiten. Sein abschließender Beitrag soll einen kreativen Schlussakkord bilden, der zum Weiterdenken anregt.

Während des Symposions locken „Klangliche Verführungen“ in die verschiedenen Burgzimmer. Tanz, Musik, musikalische Rätsel und eine Weintaufe mit Erzabt Korbinian Birnbacher runden das Programm ab.

Moderation: Maria Walcher

Konzept: Roswitha Meikl, Wolfgang Dreier-Andres, Norbert Hauer

 

 

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