07.10

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08.10

Symposium: Salzburgs Musikleben nach 1816
(c) Bachgesellschaft

Symposium: Salzburgs Musikleben nach 1816

Die Zeit der verlorenen Töchter und Söhne

Salzburger Bachgesellschaft in Zusammenarbeit mit der Universität Mozarteum

Leitung: Thomas Hochradner

 

Der Salzburger fürsterzbischöfliche Hof war seit dem Mittelalter eine erstrangige Stätte der Pflege der Künste, insbesondere auch der Musik.

Kristallisationspunkt war dabei die Salzburger Hofmusikkapelle, die 1807 mit dem gesamten Hofstaat aufgelöst wurde. Die Auflösung oblag dem letzten Kapellmeister Luigi Gatti und fällt zeitlich mit der Flucht des FEB Colloredo nach Wien, 1804 und mit dem Tod von Michael Haydn, 1806 zusammen. Die napoleonischen Kriege, die Flucht des Erzbischofs, der Verlust der Eigenständigkeit, die beträchtlichen Gebietsverluste (Rupertiwinkel) und schließlich die Angliederung an Österreich, verbunden mit dem Absinken der Residenzstadt zu einer bedeutungslosen Provinzstadt, war zunächst ein Desaster für Salzburg.

Es dauerte Jahrzehnte bis wieder neue Strukturen des Musiklebens aufgebaut werden konnten - 1840/41 Gründung des Dommusik-Vereins und des Mozarteums - hauptsächlich getragen durch das Bürgertum.

In der Zwischenzeit kam es dennoch zu einer erstaunlichen musikalischen Produktivität vor allem durch den Kreis ehemaliger Schüler von Michael Haydn: Joseph Wölfl, Sigismund Neukomm, Ignaz Assmayr, Anton Diabelli, Sebastian Oehlinger u.a.. Allerdings mußten diese Salzburg verlassen und ihre Karriere fand in Wien bzw. im Ausland statt.

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