24.03.

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Salzburg Utopie: Future Rearview

Salzburg Utopie: Future Rearview

Ein Rückblick in die Zukunft

Ausstellungseröffnung: 23.03.2017 – 19.00, Galerie periscope, Sterneckstr. 10
Ausstellungsdauer: 24.03. - 15.04. 2017 (Do-Sa: 16-20 Uhr)

 

"Das war in meiner Kindheit toll, man hat dann gewusst, jetzt kommt der Zirkus... Das löste in mir so eine eigene Magie und Anspannung aus. Und jetzt? Tja, jetzt ist dort ein Parkplatz... "

 

„Future Rearview – Ein Rückblick in die Zukunft“ ist ein Medienkunstwerk, das sich mit der Vergangenheit und Zukunftsutopien von Orten und Personen in Salzburg beschäftigt.

In einem digitalen Stadtplan kann das Publikum Schichten von Erinnerungen, Bildern, Klängen und Zukunftsvisionen entdecken und so Salzburgs Vergessenem, Verdrängtem, Magischem und Sentimentalem nachspüren und sich von noch nie Dagewesenem überraschen lassen.

Für „Future Rearview“ haben wir BürgerInnen der Stadt Salzburg zu den Themen „Kommen und Gehen“, „Anfänge“, „Verschwinden und Vergessen“ und „Schönheit und Hässlichkeit“ befragt. Diese Audiointerviews kann das Publikum in den Straßen einer Karte von Salzburg erwandern. Vergangenheit und Verdrängtes, Zukunft und Utopien vermischen sich in diesem Kunstwerk zu einer poetischen Montage.

„Future Rearview“ ist eines der Gewinnerprojekte des Programms „Salzburg: Utopien“ im Rahmen des Jubiläumsjahres Salzburg 20.16.

 

„Wir sind aus Siebenbürgen geflohen und im Herbst 1945 in die Stadt Salzburg gekommen. Wir waren dort im Rosittenlager. Nachdem wir unter schwierigsten Bedingungen im Lager gelebt hatten, hatten wir so verschiedene Haustiere in unserer Wohnung. Das waren Flöhe, aber dann auch Wanzen und Läuse, aber die Wanzen und die Läuse, die vertragen sich ja nicht, und schließlich sind die Wanzen übriggeblieben.“

"Ich bin seit fünf Jahren in Salzburg, ursprünglich aus dem Iran. Bei der Ankunft   war ich gleich zwei Wochen krank und habe geweint. Mein erster Eindruck hier: Man wird sofort krank, weil es immer regnet."

„Man hat uns 1947 zum Auswandern überredet.   Wie ich nach zwei Jahren in Australien zurückgekommen bin, habe ich den Boden geküsst!“

„Wenn ich achtzehn bin, möchte ich nach Berlin ziehen. Ich fühle mich in Salzburg nicht zu Hause. Es gibt hier zu wenig für Jugendliche. In der Innenstadt kann man sich nicht einmal einen Kaffee leisten.“

„In der Gabelsbergerstraße war eine Holzbaracke, in der ein alter Herr Gerümpel verkauft hat. Das Licht ist durch die Balken gefallen und man hat Staub in der Luft gesehen. Das ist eine Kindheitserinnerung.“

Ein Projekt von gold extra -  Reinhold Bidner, Sonja Prlić und Andreas Leitner

 

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