02

Sept.

Heimatleuchten

Mit Bertl Göttl im Rupertiwinkel

Für Salzburg ist 2016 ein geschichtsträchtiges Jahr. Das Land feiert heuer nämlich 200 Jahre Zugehörigkeit zu Österreich. Aber fast alles westlich der Flüsse Saalach und Salzach verblieb damals bei Bayern: der Rupertiwinkel.

Grund genug für Bertl Göttl, sich diesem besonderen Landstrich anzunehmen und die Grenzenlosigkeit von Brauchtum, Tradition, Handwerk, Musik zu zeigen: Bertl Göttl erkundet die fließenden Grenzen zwischen Österreich und Bayern: ein Gebiet, das bei Bayern blieb, als das Land Salzburg vor 200 Jahren Österreich zufiel. Musik, Brauchtum, Architektur und auch das Wesen der Menschen tragen noch viele Gemeinsamkeiten zum damaligen Mutterland Salzburg in sich.

Bertl Göttl im Rupertiwinkel
Auf der Suche nach dem Verbindenden trifft Bertl Göttl Schnalzer und Plattler, Sammler alten bäuerlichen Kulturgutes und begleitet Wallfahrer bei einem Bittgang. Zwischen der Stadt Salzburg, dem Waginger See und Traunstein besucht er Historisches und Gegenwärtiges. Er zeigt die Schönheit der Landstriche, die nicht Nationen getrennt, sondern Kulturen verbunden haben.

Zwischen Bayern und Salzburg
Als 1816 beim Wiener Kongress das Land Salzburg den Habsburgern zugesprochen wurde, verblieb das Gebiet westlich der Flüsse Salzach und Saalach bei den Bayern. Der Rupertiwinkel, benannt nach dem dem sogenannten „Apostel der Baiern“ Rupert, grenzt im Osten an die Stadt Salzburg, wird im Süden von den Chiemgauer Alpen begrenzt und beheimatet das Gebiet rund um den Waginger See. Obwohl die Region offiziell zu Oberbayern gehört und sich die Bevölkerung 1949 sogar gegen eine Wiedereingliederung in Salzburg aussprach, verbindet sie noch viele Bräuche und Traditionen mit dem ehemaligen Stammland.

Zwischen Trennendem und Verbindendem
Bertl Göttl sucht nach dem Gemeinsamen, das sich nicht nur in der Sprache, sondern auch in der Musik, dem Brauchtum und der Architektur wiederfindet. Er besucht den Dom zu Salzburg, das Stift St. Peter und eine Kirche in Teisendorf. Am Waginger See trifft er auf einen Fischer und auf den Waginger Plattlernachwuchs. Dass der Rupertiwinkel in Zukunft wieder zur Kornkammer werden könnte, zeigen die erfreulichen Entwicklungen rund um die Aichermühle und den Laufener Landweizen.

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