20

Juni

Salzburg bist Du großer Töchter

Salzburg bist Du großer Töchter

Gudrun Pflüger: Die mit dem Wolf spricht

20!6 ist ein hervorragender Anlass zehn Frauen in Salzburg zum Dialog zu bitten. Ob hier geboren, hier Erfolg erlebt, hier Spuren hinterlassen oder im kollektiven Gedächtnis Salzburgs eine Zäsur geschaffen: all diese Frauen sind mit Salzburg und Österreich verbunden.

Die Biographie, die Lebensphilosophie und die Kraftquellen, die den Veränderungswillen dieser Frauen gespeist haben, stehen im Mittelpunkt des Gesprächs.

Eine Reihe von Michael Kerbler, dem langjährigen ORF-Chefredakteur und Gestalter der Ö1-Sendereihe "Im Gespräch" und dem Salzburger Bildungswerk im Rahmen des Salzburger Jubiläumsjahres 2016. Im Rahmen dieser Reihe finden in allen Bezirken Veranstaltungen statt. 

Die Biologin, Wolfsforscherin und Berglaufweltmeisterin Gudrun Pflüger ist nach Olympiasiegerin Petra Kronberger die sechste Salzburgerin, die Michael Kerbler zum Dialog bittet. Platz für Wildnis Gudrun Pflüger (43) setzt sich mit EU-Unterstützung für den Schutz und die Schaffung sich selbst überlassener Naturräume ein: „Es geht darum, Platz für Wildnis zu schaffen. Diese geht aber nicht ohne Wolf, Bär und Luchs.“ Pflüger hat Wölfe zu ihrem Lebensthema gemacht. Für die Salzburgerin ist die Rückkehr einer einst heimischen Art auch ein Test für die Gesellschaft. Pflüger fragt: „Wie tolerant sind wir gegenüber Zuwanderern, wie flexibel sind wir noch, um mit natürlichen Prozessen in unserem Ökosystem umzugehen?“

Als ehemalige Profisportlerin ist Pflüger viel in der Natur unterwegs und arbeitete nach dem Studium für die kanadische Wolfforschungsgesellschaft, „weil Wölfe ebensolche Ausdauersportler sind wie ich“. Aus dem geplanten Aufenthalt für ein paar Monate sind neun Jahre auf den Spuren der Wölfe in der Wildnis geworden.

Nach Gudrun Pflüger bittet Michael Kerbler Gerichtsmedizinerin Edith Tutsch-Bauer am Dienstag, 21. Juni 2016, um 19.30 im Jagglerhof in Ramingstein zum Gepräch. Zu den weiteren Gesprächspartnerinnen zählen Dirigentin Elisabeth Fuchs und Dkfm. Trude Kaindl-Hönig von den Salzburger Nachrichten.

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