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Jän.

Salzburg - Wien
(c) LMZ Neumayr

Salzburg - Wien

Eine späte Liebe

Was macht eine Beziehung aus? Wann ist sie gut, schlecht, erfolgreich? Diese Fragen sind schon in einer Ehe oder Partnerschaft nur schwer zu beantworten. Betrachtet man Salzburg und Wien, so scheint dies kaum möglich – noch dazu wenn man auf eine Zeitspanne von mehr als 1500 Jahren zurückblickt.

Dem Buch liegt die Idee zugrunde, dem wechselvollen Verhältnis zwischen Salzburg und Wien – vom Zentrum und seiner Peripherie - im Laufe der Geschichte nachzuspüren. Während im Mittelalter der Fokus auf der religiösen Strahlkraft Salzburgs als zentraler Ausgangspunkt der Mission in Richtung Donauraum und Südosteuropa zu legen ist, lässt sich diese Beziehung spätestens nach 1816 eher mit „Metropole Wien“ und „Provinz Salzburg“ charakterisieren. Dazwischen liegt die Zeit des selbstständigen Erzbistums Salzburg und damit rund ein Jahrtausend mit wechselseitiger Einflussnahme und unterschiedlichsten Berührungspunkten, aber auch verschiedenen Interessenschwerpunkten. Im heutigen föderalen Bundesstaat Österreich ist man aufeinander angewiesen. Ein Miteinander, dem das Bewusstsein zugrunde liegt, dass nur die Zusammenarbeit und der offene Dialog zur Lösung von Problemen beitragen können, deren Wurzeln immer häufiger außerhalb der Einflussmöglichkeiten von Wien und Salzburg liegen.

„Salzburger in Wien“ und „Wiener in Salzburg“ haben Bleibendes geschaffen. Das Buch „Salzburg − Wien: Eine späte Liebe. 200 Jahre Salzburg bei Österreich“ kann und will keine lückenlose wissenschaftliche Dokumentation bieten. Vielmehr ist es ein aufschlussreiches Werk für alle an Salzburger Landesgeschichte und -geschichte(rl)n Interessierten.

Karin Gföllner, Oskar Dohle, Franz Wieser (Hrsg.) Salzburg − Wien: Eine späte Liebe 200 Jahre Salzburg bei Österreich Schriftenreihe des Landes-Medienzentrums, Serie „Sonderpublikationen“, Nr. 259, 216 Seiten, 190 Abbildungen, ISBN 978-3-85015-287-7.

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