16

Okt.

Salzburgs verlorene Söhne & Töchter
(c) Bachgesellschaft

Salzburgs verlorene Söhne & Töchter

Recreation 2016

A. DIABELLI, SEINE LEHRER MICHAEL UND JOSEPH HAYDN

Werke von A. Diabelli, M. Haydn, J. Haydn, u.a.

 

J. Haydn (1732 - 1809)      

Warnung, Hob. XXVc:6: Die Harmonie in der Ehe, Hob. XXVc:2

Beredsamkeit, Hob XXVb:4

Sonate D - Dur, Hob. XVI:37

Allegro con brio -Largo e sostenuto- Finale.                                                

Presto, ma non troppo

                                                

J. M. Haydn (1737 - 1806)    

Klavierstück Es - Dur,  MH 468                                                  

Lob des Sanges, MH 816

Umlagert die Tische, MH 790     

 

A. Diabelli (1781 - 1858)   

Lieder, Duette und Terzette aus:  „Periodische Unterhaltungen“

 

Marcia Sacha, Sopran

Tamara Obermayr, Mezzosopran

Virgil Hartinger, Tenor

Erasmus Baumgartner, Bass         

 

Collegium Vocale Salzburg

Wolfgang Brunner, Piano-Forte

Leitung: Albert Hartinger

Anton Diabelli, in Mattsee geboren, erhielt seine erste musikalische Ausbildung im unweit seiner Heimat gelegenen Stift Michaelbeuern. Dort lernte ihn der mit dem Kloster Michaelbeuern sehr verbundene Michael Haydn kennen, der den begabten Jungen in das Kapellhaus nach Salzburg mitnahm und ihn dort unterrichtete. Später vermittelte Michael Haydn Diabelli zum Unterricht zu seinem Bruder Josef nach Wien. Der Einfluss der beiden Brüder Haydn ist in Diabellis Werk zeitlebens unverkennbar.

 

 

Der Salzburger fürsterzbischöfliche Hof war seit dem Mittelalter eine erstrangige Stätte der Pflege der Künste, insbesondere auch der Musik.

Kristallisationspunkt war dabei die Salzburger Hofmusikkapelle, die 1807 mit dem gesamten Hofstaat aufgelöst wurde. Die Auflösung oblag dem letzten Kapellmeister Luigi Gatti und fällt zeitlich mit der Flucht des FEB Colloredo nach Wien, 1804 und mit dem Tod von Michael Haydn, 1806 zusammen. Die napoleonischen Kriege, die Flucht des Erzbischofs, der Verlust der Eigenständigkeit, die beträchtlichen Gebietsverluste (Rupertiwinkel) und schließlich die Angliederung an Österreich, verbunden mit dem Absinken der Residenzstadt zu einer bedeutungslosen Provinzstadt, war zunächst ein Desaster für Salzburg.

Es dauerte Jahrzehnte bis wieder neue Strukturen des Musiklebens aufgebaut werden konnten - 1840/41 Gründung des Dommusik-Vereins und des Mozarteums - hauptsächlich getragen durch das Bürgertum.

In der Zwischenzeit kam es dennoch zu einer erstaunlichen musikalischen Produktivität vor allem durch den Kreis ehemaliger Schüler von Michael Haydn: Joseph Wölfl, Sigismund Neukomm, Ignaz Assmayr, Anton Diabelli, Sebastian Oehlinger u.a.. Allerdings mußten diese Salzburg verlassen und ihre Karriere fand in Wien bzw. im Ausland statt.


Die "Recreation 2016“ ist eine Zusammenarbeit der Salzburger Bachgesellschaft mit der Kulturvereinigung Schloss Goldegg, dem „Diabellisommer Mattsee“, dem Stift Michaelbeuern, dem „Musiksommer zwischen Inn und Salzach“ dem Jugendstreichorchster „Capella cantabile“ aus Traunreut und der Universität Mozarteum.

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