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bis

30.06

SalzHOCHburg Hallein

SalzHOCHburg Hallein

Acht Jahrhunderte, die es in sich haben: Das weiße Gold steht im Zentrum der Sonderausstellung des Keltenmuseum Hallein im Jubiläumsjahr „Salzburg 20.16“. Der Salzabbau am Dürrnberg und der Salinenstandort in Hallein bergen eine facettenreiche Geschichte, die es nun wieder ans Tageslicht zu holen gilt.

Den Einstieg bildet ein geschichtlicher Überblick zu den Anfängen des Bergbaus im Mittelalter. Seit der Wiedererschließung des Salzvorkommens auf dem Dürrnberg durch die Fürsterzbischöfe Salzburgs um 1200 war der wirtschaftliche Erfolg der Salzproduktion abhängig von den belieferten Absatzgebieten und technischen Weiterentwicklungen.

Salz - Reichtum und Armut

Die erzielten Einnahmen und Gewinne des Salzabbaubetriebes flossen in erster Linie in die Kassen des Fürsterzbischofs, während der Großteil der Bewohner und Salinenarbeiter in bitterer Armut lebten. Im 16. und 17. Jh. gestalteten die Landesherren die Stadt Salzburg zu einem städtebaulichen Gesamtkunstwerk nach den italienischen Leitideen einer idealen Stadt um. Insbesondere unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau wurde die Wirtschaftlichkeit des Salzabbaus maximiert. Leihgaben aus den Beständen des Salzburg Museum und Objekte aus der eigenen Sammlung zum historischen Salzwesen illustrieren hierbei die komplexen Zusammenhänge. Der Blütezeit des Salzbergbaus um 1600 wird ein eigener Abschnitt gewidmet. Das Elend und die teilweise katastrophalen Lebens- und Arbeitsbedingungen veranschaulicht unter anderem ein Gemälde von Anton Eggl aus dem Jahr 1860. Entlang der grauen Häuserzeile am Salzachufer in Hallein führten die Aborte direkt in den Fluss.

1816: Hallein – eine Saline unter vielen

Die Eingliederung Salzburgs in die Habsburger Monarchie, ein Großreich mit mehreren Salinenstandorten, brachte einen Bedeutungsverlust des Salzbergbaus in Hallein mit sich. Zusätzlich sorgten technische Errungenschaften im 19. Jh. dafür, dass ganze Handwerkszweige ausstarben. Plakate illustrieren die gesellschaftliche Dynamik um 1900. Bisher noch nie ausgestellte Fotos, Druckgrafiken und Tuschezeichnungen aus dem Keltenmuseum Hallein legen am Ende des Rundgangs einen Schwerpunkt auf das 19. Und 20. Jahrhundert.

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