20.05

bis

26.10

Von hier. Und dort.
(c) Foto: Mag. Michael Weese: LR Dr. Heinrich Schellhorn, Ingrid Weydemann MAS, LR Mag. Martina Berthold LA

Von hier. Und dort.

Geschichte(n) von Migration und Integration im Land Salzburg

Die Ausstellung „Von hier. Und dort“ im Museum Fronfeste nutzt das Erinnern an die Zugehörigkeit Salzburgs zum Kaisertum Österreich um der Frage nach Zugehörigkeiten und Identitäten von Menschen nachzugehen. Der Untertitel „Geschichten von Migration und Integration aus dem Salzburger Land“ weist vor allem auf das Schicksal von Einwanderern und Auswanderern, von Flüchtlingen und Vertriebenen, im Raum Neumarkt am Wallersee hin. Aber auch auf jene Menschen, die hier, in der neuen Heimat, ihr Glück und einen Neuanfang  fanden.

Neumarkt am Wallersee - als ehemals vorgelagerter Grenzposten gegen Bayern und Österreich - hatte in der Vergangenheit einen hohen Grad an Wanderungs- und Fluchtbewegungen zu verzeichnen. Heute fördert die Stadtgemeinde eine beispielgebende Willkommenskultur für Asylwerber aus aller Welt. Die Gemeinde sucht aktiv Wege um mit ihnen zu leben. Das Museum Fronfeste nimmt heute als Plattform der Begegnung eine ganz besondere Rolle ein.

Die dort gezeigte Ausstellung erzählt, dass Wanderbewegungen keineswegs neue Erscheinungen sind. Sie gehören prägend aber auch bereichernd zu unserer Geschichte. So ruft die Ausstellung zunächst einmal die Besiedelungsgeschichte unserer Region durch die Römer in Erinnerung. Sie importierten vor 2000 Jahren nicht nur bahnbrechende Ideen und Waren in unser Land. Auch ein „Asyl“ kannten die Römer bereits, und in späteren Jahrhunderten begegnen wir dem Kirchenasyl in unseren Dorfkirchen wieder.

Die Ausstellung beleuchtet in einer historischen Rückschau auch das harte Leben der Wander- und Landarbeiter, der Gastarbeiter, das In-Dienst-Gehen der Knechte und Mägde, das schwere Los der Heimatvertriebenen und der Kriegsflüchtlinge. Sie alle haben in unserer Region ihre Spuren und ihre Geschichten hinterlassen. Bis heute. Eingeladene Künstler begleiten innerhalb der Ausstellung diese historischen Bewegungen, befragen und kommentieren sie mit hochkarätigen bildnerischen und filmischen Werken.

Wenn es gelingt, was sich Ingrid Weydemann und ihr engagiertes Team vorgenommen haben, dann sollen Migrantinnen und Migranten immer wieder selbst zu Wort kommen. Und damit auch Ihre Geschichten aus ihrer Sicht erzählen können. Ausstellungsbesucher und -Besucherinnen sollten so auf vielstimmige Weise in einem „Korridor des Fortgehens“ und in einem „Korridor des Ankommens“ den Gedanken und Hoffnungen der Aus- und Einwanderer begegnen können. Begegnung ist denn auch das zentrale Motiv der mutig angelegten Ausstellung.

 

Projekte:               

8.3.3016, 8 – 22 Uhr, Internationaler Frauentag – „Applaus für die Frauen": „Mein Recht. Mein Leben. Deine Grenzen.“ (Workshops, Vernissage Michèle Carg, Ina Fasching)

22.5.2016, 10 – 17 Uhr, "Wanderung der Kulturpflanzen. Integration und Migration von Pflanzen und Menschen“ "Unsere" Äpfel, Karotten, Krautkopf & Co. als "Fremde" auf unserem Speiseplan sind selbstverständlich. Tomaten, Kartoffel und Paprika können wir als "integrierte Ausländer" bezeichnen!

Einen Platz finden im Salzburger Seenland – Oral History Projekt zu Migration, Flucht und Vertreibung. – Von Menschen, die in einer neuen Heimat angekommen sind.

Die Stimme der Bilder / eine visuelle Sprache der Migration. Bilder der Migration im öffentlichen Raum der Region Salzburger Seenland.

 

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